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Coaching Zone - Folge 01 - mit Heiner Brand

Shownotes

Heiner Brand, den zweimaligen Handballweltmeister – als Aktiver 1978 und als Coach 2007 – muss man so gut wie niemandem mehr vorstellen.

Er ist hierzulande das Gesicht dieser Sportart. Als Spieler des VfL Gummersbach legendär und mehr als eine Ära prägend, als Vereinstrainer in Gummersbach und zwischenzeitlich auch bei der SG Wallau-Massenheim nicht minder erfolgreich – als Nationaltrainer obendrein dafür verantwortlich, dass die DHB-Auswahl es wieder nachhaltig in die Weltspitze schaffte. EM-Triumph 2004, Olympia-Silber 2004. WM-Gold 2007.

Außerdem viele weitere Podiumsplätze bei den großen Events des Handballs: Brands mächtiger Schnauzer mag sein Markenzeichen sein – Persönlichkeit und Karriere des Gummersbachers aber haben noch viel mehr Aussagekraft.

Frank Schneller durfte als Sportreporter vor allem Brands Trainerkarriere viele Jahre begleiten. Aus der persönlichen, familiären Verbindung heraus entstanden dabei zudem seine beiden Biografien INTEAM (2004) und AUF MEINE ART (2007), die Schneller als Co-Autor begleitete.

Und doch gab es da noch viele neue Fragen an ihn, die nicht nur der Ex-Trainer, sondern auch der Mensch Heiner Brand nun im Gespräch beantwortete.

Coaching Zone erscheint jeden zweiten Dienstag, überall wo es Podcasts gibt. Viel Spaß!

https://www.medienmannschaft.de/

Foto: Heiner Köpcke
Produktion: Jacob Paulsen / https://voicepark-studios.de/

Transkript anzeigen

00:00:00: Hallo, mein Name ist Frank Schneller.

00:00:01: Ich lade euch ein mir Gesellschaft dabei zu leisten wenn ich legendären Coaches in die Köpfe und in ihre Herzen schaue.

00:00:08: Coaching Zone Trainer-Ikonen der Handball Szene ganz privat, ganz persönlich.

00:00:13: Viel Spaß bei der aktuellen Folge!

00:00:31: Gummersbach ist für viele, vielleicht nicht nur für Handball-Fans sofort ein Begriff.

00:00:35: Der VfL Gummarsbach war ja der große Botschafter dieser Stadt im bergischen Land gewesen und ist es noch oder vor allem wieder?

00:00:45: Der VFG steht für den deutschen Handball neben dem THW Kiel wie kein zweiter Verein.

00:00:51: Und für den VfG steht wie kein Zweiter mein heutiger Gesprächspartner Heiner Brandt.

00:00:57: Ich sitze hier gerade mit Heiner und seiner Frau Griskel Am S-Tisch, wo wir früher viele Stunden verbracht haben.

00:01:03: Ich blicke nach draußen in den Garten von Heiner auf den Arhnenbaum, den er mitgebracht hat oder als kleinen kleinen kleinen Baum mitgebracht hat vom Olympischen Spiel in Montréal.

00:01:15: Ja Erinnerungen werden da wach und ich möchte da gleich anknüpfen.

00:01:18: lieber Heiner!

00:01:19: Du bist Weltmeister als Spieler gewesen du bist Welt meister als Trainer.

00:01:23: das ist einzigartig jedenfalls wenn ich historisch jetzt nicht zu übersehen habe und du hast natürlich auch als Vereinstrainer unzählige Erfolge, zu verbuchen.

00:01:33: Und allein schon deswegen aber auch aufgrund unserer langjährigen Freundschaft ist es mir eine Ehre dich im Zuge meiner Podcast-Serie hier heute dabei zu haben.

00:01:45: Lass uns anfangen!

00:01:50: Was hat dich motiviert oder animiert überhaupt Trainer zu werden?

00:01:57: Gart es da auslösende Momente oder war das ein schleichender Prozess?

00:02:01: Es gab Auslösenden Momente.

00:02:03: Ich muss dazu sagen, ich hatte nicht geplant Trainer zu werden.

00:02:06: Ich habe ja was viele wissen oder nicht wissen in BWL-Studium hinter mir und das habe ich auch zu Ende geführt um.

00:02:14: mein eigentlicher Berufswunsch war Steuerberater und Wirtschaftsprüfer zu werden.

00:02:19: Das habe ich aber zunächst mal hinten angestellt, weil mich dem Handball verbunden fühlte und natürlich nach der Beende des Studiums nur eine Jahre selbst Handballspiel wollte.

00:02:30: Aber dann habe ich meine aktive Karriere beendet und hatte dann eigentlich geplant wirklich ins Berufsleben einzusteigen.

00:02:39: Aber bei meinem Abschiedsspiel oder auf der Feier meines Abschiedspiels fragte mich Simon Schoble ob ich als Co-Trainer mit zu den Olympienspielen kommen wollte und das war natürlich schon ein Riesenanreiz für mich.

00:02:55: Und habe ich sofort ja gesagt, dann habe meine ersten Erfahrungen auf der Trainerbank des Turniers in Los Angeles gemacht.

00:03:04: Danach war ich im Gummersbach und es war nicht eingeplant als Trainer tätig zu werden.

00:03:13: aber dann fragte Mein, unser damaliger Obmann Eugen Haas ob ich nicht auch beim VfL mein Bruder Klaus der damals Trainer war unterstützen könnte.

00:03:25: und auch da habe ich dann ja gesagt und hab dann drei Jahre Co-Trainer gemacht bei meinem Bruder beziehungsweise es war mehr so eine Beratertätigkeit.

00:03:34: im Training habe ich selbst mitgespielt ohne aber mich an der Trainingsgestaltung zu beteiligen.

00:03:40: Und ja da habe an dieser Tätigkeit geschnuppert und bin dann als mein Bruder aufhörte, als Trainer.

00:03:47: Mein VfL-Trainer geworden.

00:03:50: Dann hat diese Karriere begonnen die eigentlich nicht so geplant war.

00:03:54: ich hatte mal dran gedacht vielleicht Jugendtrainer zu werden, junge Leute heranzuführen aber eine Trainertätigkeit zunächst halb Profi nachher als Vollprofi war nicht geplant von meiner Seite.

00:04:08: Dafür hast du es dann aber lange ausgehalten?

00:04:10: Hast Du denn Bieler schon bei dir selbst wahrgenommen, dass du möglicherweise wie ein Trainer gedacht hast?

00:04:17: Ich habe mit Sicherheit wie einen Trainer.

00:04:19: Gedacht und das hat natürlich auch zu vielen Kontroversen mit meinen damaligen Vereinstränern geführt.

00:04:26: Da sind schon harte Kämpfe ausgetragen worden, mit Petri Vanesco, mit dem ich im Übrigen dann ein sehr gutes Verhältnis nachher noch hatte und wir sehr oft über Handball diskutiert haben.

00:04:39: aber während meiner Trainertätigkeit war ich auch sicherlich für die Trainer kein einfacher Spieler, weil ich auch immer versucht habe meine Gedanken irgendwo Kunst zu tun.

00:04:48: Ich habe das auch oft lautstark am Spielfeld gemacht und so den damaligen Trainern keine einfache Aufgabe überlassen.

00:04:56: aber es war schon so dass ich mir sicherlich mehr Gedanken gemacht habe als normalen Anführzeichen-Spieler.

00:05:05: Ja die Order empfangen und versucht haben umzusetzen Aber so wie ich dich jetzt erkenne, ging es dir dabei wahrscheinlich nicht immer nur darum in Frage zu stellen oder eine andere Meinung gegen den Trainer durchzusetzen.

00:05:16: Sondern wahrscheinlich ging's dir auch darum... Die Entscheidung, die der jeweilige Trainer getroffen hat oder Maßnahmen dir ergriffen hat auch zu verstehen.

00:05:23: Du wolltest wahrscheinlich wissen warum machte das jetzt?

00:05:26: Ja warum macht es?

00:05:27: und natürlich habe ich meine eigene Auffassung schon dabei

00:05:31: gehabt.

00:05:32: Das schließt aber nicht aus dass sich die damaligen Trainer in vielerlei Hinsicht unterstützt haben wenn man von anderer Seite Gegenwind kann.

00:05:39: also Ich war nicht total Kontra eingestellt sondern ich hab versucht das bestmögliche für die Mannschaft rauszuholen.

00:05:48: Das war gerade zur damaligen Zeit ja eben auch ein großer Erfolgsdruck in Gummersbach.

00:05:52: da und da war ich schon auf den Erfolg fixiert, ohne aber wie gesagt die Konfrontation mit dem Trainer zu suchen.

00:06:00: Im Gegenteil, ich habe auch im Nachhinein damit viel ein sehr gutes Verhältnis gehabt.

00:06:06: Aber grade im Verein hatte sich natürlich eine besondere Verantwortung für den Erfolg des Vereins.

00:06:16: Ja, ich glaube was dann ein entscheidendes Detail ist um so sich auch als Spieler geben zu können ist dann dem Trainer aber das Gefühl zu geben dass du es ihm ins Gesicht sagst wenn du wenn's da zur kontroversen Auffassung kam und nicht hinten rück Stimmung gemacht hast.

00:06:29: Du warst immer sehr transparent mit deiner in deine auffassung?

00:06:33: Das schon obwohl ich sicherlich nicht immer den richtigen Weg gesucht habe indem Teilweise meine Meinung, teilweise auch Budausbrüche auf dem Spielfeld gehabt haben.

00:06:46: Das war sicherlich nicht immer der feine Weg den ich gesucht habe aber ich denke das bei den Emotionen die im Spiel sind auch ganz natürlich.

00:06:54: Hast du dann weil du selbst so warst in vergleichbaren Situationen später jetzt nehme ich mal diese Frage vorweg?

00:07:00: Aber sie passt hier gerade gut hin als du dann Selbsttrainer warst und wenn du so ein Spieler hattest der wie der junge Heiner Brandt war Hast du das dann mal eine Umdrehung mehr akzeptiert, weil du wusstest du warst selbst so oder hast du das kategorisch trotzdem ja abgelehnt dass Spieler sich so verhalten wie du es zum Teil gemacht hast gegenüber dem Trainer?

00:07:20: Ich habe Gott sei Dank wenige Spieler gehabt die sich so Verhalten haben.

00:07:24: Wie ich, die waren meistens lieber.

00:07:27: Sehen wir mal von Andrea Stiel ab der schonmal Dinge geäußert hab aber da habe ich das schon akzeptieren.

00:07:35: Ja, ich will nicht sagen eine Überempfindlichkeit.

00:07:37: Aber im Voraussetzungen war schon das auch zu begründete Argumentationen von den Spielern kam und dann war ich sicherlich dazu aufgeschlossen aber... Ich muss sagen jetzt war dann ein anderes Verhältnis.

00:07:52: was die Spieler zu mir hatten ist am meisten an anderer Stelle vorgetragen worden Nicht unbedingt auf dem Spielfeld wie es von meiner Seite aus geschehen

00:08:00: ist.

00:08:01: Welche Regeln waren für dich als Spieler?

00:08:05: schon wichtig, also in der Gruppe, in so Gruppendynamiken und dass man als Gruppe funktioniert.

00:08:11: Und waren das dann die gleichen, die für dich auch als Trainer wichtig waren?

00:08:16: Die du vorgelebt hast und die du auch eingefordert hast?

00:08:19: oder gab es da Abweichungen aus der Perspektive des Spielers und des Trainers?

00:08:24: Nee, da gab's sicherlich Dinge klar... Ich habe nachher versucht als Trainer eine vernünftige Atmosphäre in der Mannschaft hervorzuholen.

00:08:37: Das war sicherlich eine Grundvoraussetzung, wobei ich sagen muss, während meiner aktiven Zeit war das eigentlich ein normaler Vorgang.

00:08:45: Es war auch nicht so schwierig innerhalb dieser Mannschaft diese Atmosphere herzustellen weil auch die meisten Spieler aus dem leeren Umkreis kamen, die man schon kannte und man persönliches Verhältnis aufgebaut hat.

00:08:58: Bei mehr Spielern aus der Fremde war das schon etwas schwieriger, aber trotzdem konnte man das schon durch gemeinsame Aktionen, durch vernünftigen Ungang miteinander respektvollen Umgang miteinander herstellen.

00:09:11: Wir hatten eine gewisse Disziplin auf dem Spielfeld, was sicherlich auch während meiner aktiven Zeit eine Grundvoraussetzung, die ich von den Mitspielern erwartet habe – wobei ich auch schon eine gewissen Toleranz gezeigt habe – gegenüber überragenden Spielern wo ich auch schon eine Denkweise akzeptiert habe, dass man überragenden Spielern einige Freiheiten mehr zugestehen muss.

00:09:38: Das habe ich während der Zeit als Spieler schon gemacht, wobei ich sagen muss also dieses Bestehen auf einer guten Atmosphäre... Teamgeist hat Blado Stenzel eine wichtige Rolle gespielt, der damals schon eine Haltung entwickelt hat.

00:09:56: Er hat seine Mannschaft so zusammengestellt, dass die Mannschaft zueinander passen musste und auf die Eigenheiten der Spieler geachtet hat.

00:10:05: danach unter anderem die Mannschaft aufgestellt hat.

00:10:09: Das war eine Maßnahme, die ich erst im Nachhinein bewusst wahrgenommen habe.

00:10:16: Als Spieler in der Mannschaft war es für mich eigentlich eine Selbstverständlichkeit aber ich hab diese Vorgehensweise von Blader Stenzel dann auch bewusst wahr genommen und habe mir da bei meiner späteren Trainertätigkeit Gedanken darüber gemacht wie ich das auch hinbekommen könnte.

00:10:34: Dahinter steckt ja dann auch die Idee, dass die Leistungsstärke einer Mannschaft sowieso eine Komposition ist und nicht zwingend bedeutet das die bestmögliche Leistung mit den individuell sieben besten Spielern erreicht.

00:10:53: Das muss man eben schon klar sehen, dass nicht unbedingt immer die besten Spiele auf der jeweiligen Position zum Einsatz kommen, sondern dass man eben sehen muss, dass alles zusammenpasst.

00:11:06: Überwiegend auf dem Spielfeld aber auch außerhalb des Spielfeldes und natürlich versucht man die Besten zusammenzuführen und daraus ein Team zu bilden.

00:11:15: Aber letzten Endes ist entscheidend was im Endeffekt dabei rauskommt und das ist eben der Erfolg der

00:11:22: Mannschaft.".

00:11:24: Hast du als Trainer etwas... gemacht, eingeführt oder abgeschafft?

00:11:33: Weil du es aus deiner Spielerzeit wirklich als falsch empfunden hast bzw.

00:11:41: weil es dir gegen den Strich ging und die Konsequenz als Trainer daraus gezogen hat ist bewusst ganz anders zu machen?

00:11:48: Ich glaube gerade in der Anfangszeit meiner Trainertätigkeit viele Dinge aus meiner Spieler-Tätigkeit übernommen haben.

00:11:58: geglaubt habe, das ist der einzige Weg, der zum Erfolg führen kann und nur dieser Weg ist richtig.

00:12:04: Da kommt man natürlich im Laufe der Trainer-Tätigkeit auch auf andere Ideen.

00:12:09: Man reflektiert einige Dinge und auch was für einen Umgang mit den Spielern betrifft er sich ja im Laube der Jahre auch sicherlich geändert hat weil früher war der Trainer eben die alleilig maßgebende Person ein bisschen im Laufe der Zeit verändert, dass man die Spieler mit einbezieht, ihnen somit auch einen Teil der Verantwortung überträgt und eine höhere Identifikation mit der Vorgehensweise bewegt.

00:12:41: Da hat sich dann einiges geändert.

00:12:43: aber zu Beginn der Trainertätigkeit habe ich nur meine meine Denkweise als Spieler übernommen und habe auch gewohnt, dass das die einzige richtige Denkweis wäre.

00:12:53: Das ist ein Prozess der sich dann über die Jahre hinweg bildet, dass man eben einige Dinge überdenkt und dann auch eine gewisse Entwicklung beim Trainer stattfindet.

00:13:05: Jetzt hast du zwei Namen eben schon genannt, die dich ja auch dann als Trainer in deinen Jungtrainerjahren doch irgendwann geprägt haben?

00:13:13: Ja,

00:13:19: ich will nicht unbedingt sagen dass die beiden meine Vorbilder waren.

00:13:24: Denkweisen übernommen, Betriebe Anesco bei auch ein sehr erfolgreicher Spieler.

00:13:28: Das ist ja auch als Spieler-Weltmeister geworden.

00:13:31: Lado Stenzel hat für den deutschen Handball völlig neue Trainingsmethoden entwickelt.

00:13:37: die damaligen Trainer in Deutschland kam er überwiegend aus dem Feldhandball.

00:13:41: Lato Stenzl war der erste der richtig richtiges Hallenhandball-Training gemacht hat.

00:13:46: Sicherlich übernimmt man da Dinge, aber ich denke es ist als Trainer wichtig dass man seinen eigenen Weg irgendwo findet ohne jetzt einen imitieren zu können.

00:13:56: Man muss irgendwo authentisch bleiben, das muss die Vorgehensweise auch zu deiner Person passen und dementsprechend muss jeder sein eigenem Weg gehen.

00:14:05: Das heißt aber nicht, dass man nicht Denkweisen von anderen Trainern übernimmt.

00:14:09: Das war sicherlich Vlado Stenzel und teilweise auch Petr Ivanescu oder mein erster Trainer als Bundesliga-Spieler in Gummersbach.

00:14:18: Joachim Wuccinic hat mich sicherlich auch ein bisschen geprägt – aber letzten Endes muss man seinen eigenen Weg finden!

00:14:24: Ja

00:14:25: ich habe die Frage auch voll dem Hintergrund gestellt, das hat der ja selbst immer wieder kommuniziert, dass zum Beispiel dein Kollege aus dem Fußball Felix Maggert sich als Trainer so gesehen hat, wie die Symbiose aus Pranko Cebic und Ernst Happe.

00:14:40: Also er hat versucht wirklich diese beiden Charaktere auf sich zu vereinen und hat das dann also auch vielleicht ist der Begriff sogar ganz zutreffend gnadenlos durchgezogen – sich als vielleicht Ergebnis aus diesen beiden Trainern!

00:14:56: Ja, dazu steht er ja auch.

00:14:58: und dass er diesen Weg ganz konsequent gegangen ist.

00:15:01: Das hört man immer wieder von Spielern die unter ihm trainiert haben das er diesen weg so gegangen ist.

00:15:07: aber ich muss sagen ich habe ihn dann auch versucht mich als Trainer weiterzubilden.

00:15:12: Wir haben eine Trainer-Akademiekurse mitgemacht, weiter Bildungsmaßnahmen und da ist natürlich auch eine Veränderung in der Sichtweise als Trainer dazugekommen.

00:15:23: Auch was Trainingsmethoden anbetrifft das eben bestimmte Dinge von der Wissenschaft bestätigt worden andere Dinge natürlich auch widerlegt worden und dass man dann natürlich auch seine Trainingsmethode überdenken muss.

00:15:37: Das ist ganz klar.

00:15:39: deswegen kam da nie oder kam zumindest bei mir nie eine Kopie der bisherigen oder meiner Trainer als Spieler dann raus, sondern ich habe meinen eigenen Weg gesucht und auch teilweise sicherlich verändert.

00:15:53: Wenn wir über Philosophie sprechen – das ist ja ein viel benutzter Begriff im Trainergeschäft – es ist jetzt sehr plakativ gefragt, gebe ich zu.

00:16:03: Normalerweise muss man natürlich zugestehen dass dieses Thema viel komplexer ist.

00:16:06: aber so auf den Kopf zugefragt Welche Philosophie oder welcher Ansatz ist dir als Trainer näher gewesen?

00:16:12: Stärken, stärken.

00:16:14: Oder Schwächen abstellen?

00:16:17: Ja gut!

00:16:17: Stärke, stärkendes... Ich denke das ist eine Pflicht eigentlich auch die Leute, die bestimmte Sachen gut machen zu unterstützen auf ihrem Weg.

00:16:29: Auch wenn es vielleicht nicht für alle von außen einsehbar ist aber dass es auf jeden Fall so.

00:16:35: aber letzten Endes muss man genauso gut an den Schwächen arbeiten, sonst werden Verbesserungen ja nicht kommen.

00:16:43: Das ist also eigentlich beide Dinge und ich kann nicht sagen was sie als prägnanter angesehen haben.

00:16:50: sicherlich letzten Endes läuft es darauf hinaus kommt natürlich auch ein bisschen auf die Qualität der Mannschaft drauf an, läuft es da darauf hinaus erstmal in Schwächen zu arbeiten um Verbesserung tatsächlich einzuleiten, zu einer Leistungsoptimierung, Leistungsverbesserungen zu kommen.

00:17:08: Aber das heißt trotzdem nicht dass ich irgendwo an den Stärken etwas ändern wollte sondern die stärken können, solange diese Stärkenden gerade die individuellen Stärkung der Mannschaft helfen muss sich sie fördern.

00:17:22: Das ist ganz klar.

00:17:23: aber letzten Endes kommt alles drauf an und das sollte ja letzten Endens auch die Leistung eines Trainers mit beeinflussen, zu einem Ganzen zusammenführt, wo die besten Dinge dann für die Mannschaft rauskommen?

00:17:37: Also man muss das ins Gleichgewicht bringen.

00:17:39: Es ist interessant.

00:17:40: ich war jetzt sehr gespannt auf deine Antwort und du bist tatsächlich – haben ja schon einige Gespräche geführt – derjenige, der sich bisher am klarsten dazu bekannt hat so eine Balance aus beiden Aspekten zu finden.

00:17:52: Es gab tatsächlich einige, die ganz klar auf dieses Thema stärkenstärken fokussiert sind.

00:17:58: Zumindest so was ihren Antworten zu entnehmen.

00:18:00: Das ist spannend!

00:18:07: Wie würdest du das selbst einordnen?

00:18:09: Wie war denn dein Verhältnis zu Schiedsrichtern, also primär aus deiner Trainerperspektive als du dann Trainer warst und kannst du das auch einordnend im Vergleich zu deinen Verhalten den Schiedsschreitern gegenüber als Spieler.

00:18:22: Ja es war glaube ich ähnlich.

00:18:25: War auf beiden Seiten für die Schiedserichter nicht immer einfach mit mir.

00:18:32: Ich konnte eben am Spielfeld sehr impulsiv sein und teilweise auch aggressiv war ich auch als Trainer.

00:18:40: Teilweise, wenn ich mich ungerecht behandelt gefühlt habe.

00:18:44: natürlich muss man dann immer berücksichtigen vor allen Dingen im Nachhinein dass man in einer gewissen Distanz einige Dinge anders sieht als wenn sie auf dem Spielfeld oder an der Bank sieht.

00:18:55: das ist ganz klar.

00:18:57: aber Vieles hing natürlich auch von dem Auftreten der Schiedsrichter ab.

00:19:02: Wenn ein Schiedtsrichter bereit war, mit einem zu reden und auch mit den Spielern mal geredet hat oder einen Schiedssrichter auch mal gesagt hat Entschuldigung dann hatte man im Prinzip schon in eine Einstellung.

00:19:13: diesem Schiedßrichter verzeihst du auch

00:19:15: einiges.

00:19:15: Ja ja

00:19:16: wenn natürlich ein Schiebsrichter arrogant war und hochgetragen war.

00:19:19: Hat dich

00:19:19: das noch mehr getriggert?

00:19:20: Dann war es natürlich sowohl als Spieler also auch Trainer als Trainer sehr schwierig wobei er nicht ausschließen will dass ich mich da nicht immer gut verhalten habe, also teilweise auch ein bisschen zu aggressiv war.

00:19:34: Aber ich denke so mittlerweile wenn ich spiele aus der Distanz mir anschaue schüttle ich auch als Zuschauer im Kopf über das Verhalten einiger Trainer und so werden andere Leute bei mir im Kopf geschütztet haben, wenn ich mich hier als Trainer aufgeregt habe.

00:19:50: In einer gewissen Distanz sieht man einige Dinge anders.

00:19:53: Bist du aber was ge... Jetzt speziell diesen Punkt angeht, würdest du sagen, du bist dann mit zunehmender Trainer-Tätigkeit und in den Jahren gereift.

00:20:02: Wurdest Du dann ruhiger gegenüber den Schiedsrichtern im höheren Traineralter?

00:20:07: Ob ich gereift war, weiß ich nicht.

00:20:09: Aber ich bin sicherlich ruhiger geworden weil ich mir irgendwann auch gesagt habe du musst dich konzentrieren dass du den Überblick nicht verlierst oder du musst auf das Spiel konzentrierend Spielbüro machen um dann auch die richtigen Entscheidungen während des Spiels zu treffen.

00:20:26: natürlich werden einige die jetzt Handball-Fans sind bei dieser Frage die berühmte Szene vor Augen haben, wie du mit der geballten Faust und einer sehr ernst zu nehmenden Grimasse den Schiedsrichtern hinterhergegangen bist.

00:20:43: Das war eine WM in Spiegel-Norwegen.

00:20:46: Da viele gesagt haben, oh Gott jetzt, die haben geglaubt, jetzt eskalierst du gleich!

00:20:50: Ich war mir sicher, dass genau das nicht passieren würde.

00:20:53: ich habe dich da auch im Fernsehen gesehen.

00:20:55: Mir war aber klar, das wird natürlich nicht passieren.

00:20:57: Aber das ist natürlich eine berühmte Szene.

00:21:00: Ja, ich muss sagen also es verstand nie die Gefahr dass sich tatsächlich zuschlagen würde.

00:21:05: Ich habe mich noch nie auch im Privatleben in meinem Leben geschlagen.

00:21:09: Also insofern war ich da sicherlich zurückhaltend und muss auch sagen das ist gar nicht in der körperlichen Verfassung weil dem Schiedsrichter weh zu tun.

00:21:20: so gut war ich zu diesem Zeitpunkt nicht körperlich.

00:21:24: Aber ich muss auch sagen, ich habe mich für diese Situation geschämt.

00:21:27: Hab gedacht was mögen der Enkel darüber denken wenn sie den Opa so sehen?

00:21:31: Das war sicherlich nicht die feine Art wobei ich sehr viel Zustimmung erhalten habe.

00:21:39: Ich hab mich jetzt noch mit dem ehemaligen Spieler hier vom VFL unterhalten.

00:21:44: Ein ehemals dänischer Nationalspieler.

00:21:47: Der sagte ich konnte das hundertprozentig nachvollziehen du hast dich

00:21:52: zurecht

00:21:54: aufgeregt, du bist nicht gerecht behandelt worden und da hast du Emotionen gezeigt.

00:22:00: Das haben übrigens damals die Spieler auch gesagt, sie hatten das Gefühl dass ich mich auf ihre Seite geschlagen habe, das war auch ein positiver Effekt.

00:22:07: aber nichtsdestrin weniger war ich nicht stolz drauf immer wieder betont, dass mir eigentlich als routinierten erfahrenen Trainer das nicht hätte passieren dürfen.

00:22:20: Auf der anderen Seite waren da Emotionen im Spiel und ich bin auch heute noch der Auffassung, dass ich mich zu Recht aufgeregt

00:22:27: habe.".

00:22:28: Ja!

00:22:29: Ich hoffe – ich muss mich nicht dafür entschuldigen, dass sich jetzt an dieser Erinnerung nochmal gekratzt haben Aber ja, es war emotional und die in der Sache konnten glaube ich sehr viele, die ein bisschen Ahnung von dem Spiel haben.

00:22:41: In dem Moment total nachvollziehen und verstehen.

00:22:44: Also der Auslöser war berechtigt.

00:22:46: Heiner das ist jetzt bekannt und vor allem mir immer präsent gewesen dass du auch als Bundestrainer schon ganz viel immer auch streitbar warst und es auch im Kauf genommen hast unbequem zu sein bzw einfach auch in den Kontroverse zu gehen weil du immer eingetreten bist für Nachwuchsförderung, Nachwuchsarbeit.

00:23:07: Und das hast du schon als Bundestrainer propagiert und hast dann natürlich zwangsläufig auch Meinungsverschiedenheiten mit der Bundesliga gehabt?

00:23:21: Was würdest Du denn sagen, was da auch in Deinen Vereinen junger Spieler aufgebaut und gefördert?

00:23:28: Was ist denn das besonders Erfüllende oder Bereichernde als Trainer junge Sportler, Sportlerinnen und Sportler zu entwickeln.

00:23:39: Was ist das besonders dankbare dafür?

00:23:43: Ja, das dankbare ist dass man Entwicklungen mit beeinflussen kann und Entwicklungen dann auch nach einer gewissen Zeit sehen können.

00:23:51: Und wenn man dann von den jungen Sportlern noch einiges zurückbekommt, dann macht das natürlich sehr viel Spaß.

00:23:58: aber der Hintergrund hinter meinen Aktivitäten als Bundestrainer war eben das bestmögliche für den deutschen Handball rauszuholen und die Entwicklung konnte ja nur weitergehen wenn wir auch junge Leute wieder in der Hinterhand hatten, dass die dann später mal Nationalspieler wurden und das ja teilweise in der damaligen Zeit von einer Bundesliga oder von einigen in der Bundesliga nicht von allen aber blockiert worden.

00:24:24: Und gerade was die Einsatzzeiten junger Spieler betraf, aber auch etwas, das kommt noch hinzu hat zwar mit diesem Thema wenig zu tun.

00:24:33: Was die Anzahl an Lehrgangsmaßnahmen betraf sind Dinge massiv behindert worden.

00:24:41: Das habe ich natürlich aufgeregt, haben mich letzten Endes auch dazu gebracht dann als Bundestrainer aufzuhören.

00:24:48: Weil diese Zeit schon sehr anstrengend war immer Konfrontation mit der Bundesliga oder mit einigen in der Bundesligat zu haben.

00:24:56: aber ich denke mir als Bundstrainer hat man eben die Pflicht die Entwicklung des Handballs in Deutschland voran zu treiben und da ist das quasi eine Pflicht sich für die jungen Leute einzusetzen.

00:25:09: Würdest du sagen, im Nachhinein jetzt, etliche Jahre später hat dann mit sehr vielen Verzögerungen das doch ein bisschen gefruchtet?

00:25:20: Wenn ich die jetzige Entwicklung mir in Deutschland anschaue, dann hat das schon etwas gefrüchtet.

00:25:25: Also ist es schon eine andere Denkweise in den Vereinen verhanden und die Träner sind auch bereit junge Spieler zu bringen, wobei man sagen muss wir haben ja auch sehr viele gute junge Spieler die sie auch im Jugend- und Unionbereich schon gezeigt haben.

00:25:40: aber das war zur damaligen Zeit ja auch schon der Fall.

00:25:44: Wir sind ja mehrere Male mit der Unionmannschaft Welt und Europameister geworden.

00:25:49: das heißt ja dass damals auch schon gut ausgebildete Spieler da sein mussten.

00:25:53: Aber nur wenige haben eben den Sprung in die Liga oder überhaupt in den Kader der Ligamannschaften geschafft Und das hat diese Denkweise hat sich ein bisschen geändert.

00:26:03: Liegt sicherlich mit an den Trainern, aber auch an den Verantwortlichen und den Managern in den Vereinen, während wir damals ja schon einige hatten die sich bewusst, man muss schon sagen gegen die Nationalmannschaft gestellt haben, die auch davon geträumt haben vielleicht selbst die Rolle einer Nationalmannenschaft zu übernehmen was aber nicht möglich ist.

00:26:22: Die National Mannschaft ist aushängeschild einer Spochtheit und nach außen kann man eigentlich für diese Spochter nur viel tun wenn wenn die Nationalmannschaft gut

00:26:32: ist.

00:26:33: Jetzt machen wir ein bisschen Kramen in der Historie, in deinen Gefühlen und in deiner Erinnerungen.

00:26:40: Es wird ein klein wenig trivialer aber sicherlich nicht minder spannend.

00:26:46: Auf einige dieser Fragen hätte ich eine Antwort.

00:26:48: Aber es geht ja nicht um mich als dein Ghostwriter damals sondern darum dass wir hier den Zuhörerinnen und Zuhören das aufbereiten.

00:26:58: Warst du?

00:26:59: Und wenn ja, wie lange noch für dich spürbar nervös als Trainer vor Spielern?

00:27:04: Also über diese Grundspannung die man haben muss hinaus.

00:27:08: Wie hast du dich da erlebt?

00:27:10: Ich war immer gleich nervös vor schweren Spielen ob das zu Beginn meiner Karriere war oder zum Ende.

00:27:19: also wenn schwere Spieler anstanden war ich immer nervös im Übrigen auch als Spieler und eigentlich habe Meine besten Leistungen gebracht, auch wenn ich nervös war.

00:27:32: Wenn ich nicht nervös waren, stimmt dir die Einstellung?

00:27:35: Einstellung nicht!

00:27:37: Deswegen kann ich ja auch nicht immer nachvollziehen, wenn darüber diskutiert wird wie man mit Druck umgeht sondern in dem Augenblick wo Druck da ist dann bin ich nervöse und dann habe ich zumindestens vielleicht auch besonders widerstandsfähig eigentlich meine besten Leistung umbracht.

00:27:54: Glaubst du man hat dir deine Nervosität angemerkt?

00:27:58: Also die Frage zieht natürlich insbesondere auch so ein bisschen in Richtung deiner Spieler.

00:28:03: Ich glaube schon, dass man das merken kann.

00:28:06: Man versucht natürlich schon der Kuhle, der abgeklärte zu sein gerade wenn man... Wolltet

00:28:12: man das verbergen vor den Spielern?

00:28:14: Ja, verberge nicht!

00:28:15: Ich denke es ist eine automatische Verhaltensweise, dass ich nicht zeige dass man zapplich ist aber ich denke schon, anmerken kann.

00:28:28: Zumindest meine Frau hat es zu Hause immer gemerkt.

00:28:31: Durch den Fernseher angemerkt?

00:28:33: Ich denke die Spieler auch, aber ich denke das ist ein Zeichen dass der Trainer mit voller Konzentration und mit volle Hingabe dabei ist.

00:28:41: Ja genau so kann man sie ja auch auslegen.

00:28:43: Das muss ja nicht immer als schwächer ausgelegt werden.

00:28:45: Nö sehe ich nie als Schwächer.

00:28:47: Was war als Trainer deine Lieblingshalle, also wo hast du wirklich sehr gerne gespielt?

00:28:56: und natürlich auch die Gegenfrage.

00:28:58: Welche Halle hast du am meisten gefürchtet als Trainer?

00:29:02: Gibt es sowas?

00:29:02: Fällt dir aber spontan was ein?

00:29:03: Nee,

00:29:04: fällt mir also spontan nichts ein.

00:29:06: so als Trainer in Flensburg, ich glaube in Weiche oder Handelbild war diese Halle da war schon eine besondere Atmosphäre Kam aber auch alles zusammen.

00:29:19: Meistens war es ungemütlich, kalt und windig.

00:29:22: Wenn man aus dem Bus ausschliegt fühlte man sich schon nicht wohl und dann in der Halle die Zuschauer nahe am Spielfeld dran.

00:29:28: Aber ich hab... keine Hallen gehabt, vor denen ich mich geförchtet habe oder auch wo ich mich vorher überhaupt mit beschäftigt habe.

00:29:36: Man beschäftigt sich natürlich mit der Atmosphäre die in einer jeweiligen Halle herrschen kann gerade wenn Zuschauer im Spielfeld dran sind und so versucht die Mannschaft darauf vorzubereiten.

00:29:47: aber das war für mich weder als Spieler noch als Trainer irgendwie ein... besonderer Punkt.

00:29:54: Und umgekehrt auf Spiele, wo du dich allein schon aufgrund der Halle oder so wirklich gefreut hast weil es immer ein besonderes Erlebnis war unabhängig vom Ergebnis?

00:30:02: Ja bei meistens hat man sich als Spieler natürlich auch seinem Spieler doch wunderbar zu fahren.

00:30:07: Als Spieler wäre mir das jetzt...

00:30:09: Aber sonst habe ich mir nie Gedanken darüber gemacht was in eine Halle los oder so sondern haben versucht mich aus Spiel zu konzentrieren.

00:30:20: Also ich hätte jetzt, wenn ich dich als Spieler befragt hätte.

00:30:23: Hätte ich angenommen, dass der Name Dortmunder bis vor allem alle fällt?

00:30:26: Weil er auch in Verbindung steht mit den Großen.

00:30:28: Aber

00:30:28: ja für damalige Verhältnisse ist Mecca das Handball.

00:30:33: An welche Highlights erinnerst du dich besonders gerne?

00:30:36: und ich stelle die zweite Frage gleich hinterher.

00:30:40: Und an welchen größten persönlichen Erfolge erinnerst du dich oder welche würdest du nennen, wenn nicht dich danach frage?

00:30:46: Der Hintergrund, dass sich dir die beiden Fragen zusammenstellen Auch für ein Trainer muss ja nicht zwangsläufig der Titel XY gleich bedeuten mit dem persönlich größten Erfolg gewesen sein.

00:30:57: Man kann ja Erfolg auch anders definieren, vielleicht hast du einen Erfolgsmoment für dich gehabt dass man gar nicht in einer Meisterschaft oder in einem Pokal oder irgendwas ausdrücken kann.

00:31:05: also welche Highlights würdest du da nennen und woran würdest Du Erfolg dann für Dich festmachen?

00:31:18: Wenn ich ehrlich bin, muss ich als Highlight eben sagen.

00:31:21: Die Weltmeisterschaft als Spieler und auch die Weltmeesterschaft als Trainer waren die absoluten Highlights.

00:31:27: Weil ja eben als Spieler haben wir gegen die Sowjetunion gewonnen eine Mannschaft, die aus voll Profis bestanden wird quasi halb Profis maximal mehr Amateure.

00:31:39: Wir haben gegen sie gewonnen, die eigentlich körperlich wesentlich stärker waren doppelt so viel oder dreimal so viel trainiert haben wie wir.

00:31:48: Und wir haben gewonnen, das ist natürlich ein gewisser Stolz schon da gewesen dass wir dieses Ziel erreicht haben.

00:31:54: und die Weltmeisterschaft als Trainer war natürlich auch etwas besonders weil es in Deutschland war quasi von meiner Haustür besondere Atmosphäre natürlich auch eine Aufmerksamkeit die der Handball durch diese Weltmeisterschaft gewonnen hat wie es noch nie vorher der Fall gewesen ist.

00:32:12: Das sind die absoluten Highlights Als Spieler.

00:32:15: natürlich muss ich auch Vereinsdinge sehen.

00:32:17: Europa-Pokal der Landesmeister, auch gegen eine Moskauer Mannschaft oder als Trainer muss ich sagen die Gewinne der gesamte deutschen Meisterschaft.

00:32:26: Die Mindermannschaft, die individuell wesentlich schlechter besetzt war als fünf, sechs andere Mannschaften in der Bundesliga und das sehe ich schon als auch eine besondere Leistung meiner ... Trainer-Tätigkeit an, weil da was Außergewöhnliches passiert ist.

00:32:45: Was eigentlich nicht zu erwarten war und was auch nicht zu begründen war.

00:32:49: Und da muss schon einiges gestimmt haben, dass wir diesen Titel gewonnen haben... ...und das macht mich im Nachhinein noch sehr

00:32:55: stolz.".

00:32:57: Eine Frage die nicht so ganz leicht ist, weil man dafür leicht Gefahr läuft jemanden zu vergessen oder unrecht zu tun?

00:33:06: Ich frage sie trotzdem und du kannst gerne sagen ne lass mal weg Frank!

00:33:10: Gibt es einen Spieler?

00:33:12: oder welche Spieler hättest du gerne mal trainiert?

00:33:15: Haste aber nicht, weil du sie entweder nicht in deine Vereinsmannschaft bekommen hast.

00:33:18: Oder weil da eine Zeit als Bundestrainer vielleicht vier Jahre später begann, als der Spieler den du damals gerne trainiert hattest?

00:33:27: Es gibt sicherlich viele Spieler, mit denen es Spaß gemacht hätte zu arbeiten.

00:33:32: Das wäre klar so ein Spieler wie Joe Decker, der in deiner Mannschaft gehabt hätte.

00:33:37: Das wär ganz besonders gewesen oder ein außergewöhnliches Handball-Talent, wie er hat.

00:33:43: Wunderlich!

00:33:45: Wenn man da versucht hätte den noch besser zu machen, dass er auch hätte abwehr spielen können und so.

00:33:50: Das sind ja Aufgaben die einen als Trainer reizen oder überhaupt auch mit anderen sehr guten Spieler zusammenzuarbeiten mit Karabatisch oder Wieslander oder so.

00:34:01: das sind natürlich besondere Dinge die Spaß gemacht hätten.

00:34:06: aber ich muss sagen Ich habe auch so mit sehr viel gute Spieler gehabt sehr viele vielleicht nicht so gut waren, die sich aber für die Mannschaft als sehr wertvoll erwiesen haben.

00:34:18: Also insofern will ich mich auf keinen Fall beklagen.

00:34:21: Okay ja, diplomatische Antwort wobei jetzt damit mit diplomatisch nichts sagen will dass du dich der Frage nicht gestellt hättest.

00:34:31: Aber mit der Frage haben sich andere Interviewpartner natürlich auch etwas schwer getan.

00:34:36: zunächst mal.

00:34:37: Wenn du... Begebe mich mal auf die nochmal auf die Meta-Ebene so ein bisschen.

00:34:43: Wenn du jetzt deine Trainerzeit, vor allem jetzt dann auch als Vereinstrainer natürlich und die Anfänge deiner Vereinstrenertätigkeit vergleichst mit dem Trainer da sein heute, deiner Kollegen im Profibereich Bundesliga

00:34:57: usw.,

00:34:59: was hat sich aus deiner Sicht am gravierensten geändert?

00:35:03: Und würdest du wenn du jetzt Alter und Werdegang und Vita usw.

00:35:07: das zuließen, würdest Du lieber als Trainer Novice in der Bundesliga beginnen oder bist du froh, dass es damals war?

00:35:17: Es ist sehr schwer zu beantworten.

00:35:19: Natürlich hat sich die Trainerteidigkeit total verändert.

00:35:22: Das ist alles professioneller geworden und die Trainer heute haben Hilfe.

00:35:27: aus den unterschiedlichsten Positionen heraus.

00:35:30: Es gibt Athletiktrainer, es gibt reine Krafttrainer und Torwarttrainer.

00:35:37: Einwurftrainer wie im Fußball gibt's noch nicht!

00:35:39: Wer weiß?

00:35:42: Aber er ist natürlich schon ein wesentlich größerer Staff-Ausnommen der einem vielleicht in einigen Fällen schon.

00:35:49: die Arbeit abnimmt.

00:35:51: Ich habe also in der ersten Phase im Verein im Prinzip alles alleine gemacht, ich war für den konditionellen Teil voll zuständig, ich hab mit den Torleuten gearbeitet und ich hab die Taktiker-Leine ausgearbeitet.

00:36:06: Es war teilweise echt schon sehr viel.

00:36:09: Auf der anderen Seite muss ich sagen, ich würde mich vielleicht auch schwer tun in einigen Bereichen die Verantwortung an so viele Mit-Trainer zu übergeben.

00:36:19: Ich war immer so einen Typ Zwar gerne andere Meinungen gehört hat, aber der letzten Ende ist

00:36:26: die Verantwortung

00:36:27: gespürt und auch alles selbst bestimmen wollte.

00:36:30: Insofern hätte ich mich vielleicht in der heutigen Zeit schwergetan, obwohl ich als Bundestrainer dann auch schon Hilfen in Anspruch genommen habe – ob das gerade der Athletiktrainer war, der da geholfener Torwart-Trainer Andrea Stiel bei mir oft war – und ich auch von außen aus dem außersprachlichen Bereich Hilfen ins Anspruch wie Jörg Löhhr als Motivationstrainer und so weiter.

00:36:55: Also ich war nicht nur auf mich fixiert, aber ich könnte mir vorstellen dass es mir in heutigen Zeiten schon zumindest etwas schwer tun

00:37:03: würde.

00:37:04: Das neudeutsche Wort dafür wobei ich gar nicht sagen würde das das hundertprozentig auf dich zutrifft was da ein bisschen im Hintergrund mitschwingt Controlfreak?

00:37:13: Ja so ein bisschen schon!

00:37:14: Und das warst du ja gerade zu Beginn deiner Deiner Laufbahn, also als...

00:37:18: Ja da war ich sicherlich aber nachher auch so was.

00:37:22: Die taktische Vorbereitung und so anbetrifft.

00:37:26: Ich konnte nicht alles an Martin übergeben.

00:37:29: Martin Häuber, die mich sehr viel vertraut habe und der auch das Vertrauen immer gerechtfertigt hat.

00:37:37: Aber ich musste trotzdem wissen, was da passierte.

00:37:42: Also ein bisschen Control Freak Der natürlich auch die Hauptverantwortung hat.

00:37:47: Klar, weil dann musst du den erst mal... Du den Kopf hinhalten und nicht der sogenannte Stuff wie es im Neu-Deutschen heißt.

00:37:53: Ein paar andere Trainerkollegen, die Namen sind ja schon gefallen aber jetzt heute so als auch als inaktiver, als Extrena oder auch noch zu deiner aktiven Zeit.

00:38:05: fallen dir Namen von Kolleginnen oder Kollegen ein, die du besonders schätzt ohne dass sie vielleicht auf dich Einfluss hatten?

00:38:14: Wenn ich sehr geschätzt habe, war Daniel Konstantini.

00:38:18: Der als Mensch ein ganz hervorragend war, den ich sehr gemocht hab, wo mir jedes Mal Leid getan hat wenn wir gegen die gewonnen haben...

00:38:27: Der französische Nationaltrainer?

00:38:29: Ja ja, sehr viel!

00:38:32: in Frankreich entwickelt hat,

00:38:33: der

00:38:34: zuständig war für den Aufstieg des französischen Handballs.

00:38:37: Aber der als Mensch auch sehr positiv war.

00:38:41: Da muss ich vom Handballfachlichen her ohne dass sie ihn näher persönlich gekannt haben.

00:38:46: Er war der schwedische Trainer.

00:38:48: Ben Johansson dessen Philosophie ich auch in Teilen übernommen habe.

00:38:54: Der ja auch einen sehr strukturierten Handball hat spielen lassen vielleicht mit Spielern, die alle sehr gut ausgebildet waren.

00:39:05: Aber nicht so herausragend wie

00:39:08: ein

00:39:08: Spieler bei anderen Nationen, aber der eine Philosophie hatte, schon als Vorbild für meine Tätigkeit angesehen habe.

00:39:18: Der

00:39:19: übrigens oft auch genannt wird oder dafür gelobt wird, dass er offenbar eine sehr gute Menschenführung hatte?

00:39:26: Er hat ja auch einige Dinge so, die man im Nachhinein gehört hab, angestoßen wie die Mannschaft zusammengewachsen ist jetzt... ohne dass man jetzt das Teambuilding in Vordergrund stellen muss.

00:39:40: Aber Maßnahmen, die in diese Richtung gehen hat er sehr viele gehabt und das habe ich auch versucht so ein bisschen bei mir in meine Arbeit einfließen zu lassen.

00:39:49: Es ist ja durchaus denkbar, dass uns hier auch Zuhörerinnen und Zuhöhrer begleiten bei unserem Gespräch, die selbst gewisse Vorstellungen und Ambitionen haben im Trainerbereich.

00:40:02: Da fallen mir jetzt dann auch noch zwei, drei Fragen zu ein.

00:40:05: Weil sie sich glaube ich auch eins bewusst machen wollen.

00:40:07: Also insbesondere wenn Sie in den professionellen Bereich gehen wollen also wenn sie Profitrainer werden wollen.

00:40:11: deswegen zunächst mal an dich die Frage was macht das Trainer da sein?

00:40:18: Dass du mit so viel Leidenschaft und mit allem was du hattest betrieben hast Auch mit der Akribie Die Du an den Tag gelegt hast?

00:40:26: Was macht das mit der Familie?

00:40:27: Was macht es mit Partnerinnen?

00:40:29: und Partnern?

00:40:31: Muss man sich bewusst machen, was da auf einen zukommt und was das bedeutet?

00:40:35: Ja mit Sicherheit ist für die Familie nicht einfach.

00:40:40: Denn muss sie bei uns im Klaren sein... Das ist ein Job der sehr viel Engagementer, sehr viel Emotionen hervorruft, der Zeitaufwand auch nicht unbeträglich ist sondern

00:40:57: Das

00:40:58: unterschätzt man vielleicht.

00:40:59: Es sind ja nicht nur die täglichen Trainingseinheiten, die mir auch vorbereitet werden müssen.

00:41:04: Man ist sehr viel unterwegs als Bundstrainer natürlich bei Auslandsmaßnahmen, olympische Spiele, Weltmeisterschaften, wo man während Wochen weg ist aber ich möchte es nicht so... So in den Vordergrund stellen, ich denke das wie bei anderen Spitzenjobs auch.

00:41:23: Die erfordern schon hohen Zeitaufwand, die erforderten hohes Engagement und da muss in einigen Fällen die Familie zurücktreten bzw.

00:41:32: die Familie muss mit die Entscheidungen treffen dass man sowas macht.

00:41:37: und ich kann also das eigene Erfahrung sagen für die Erziehung meiner Kinder war meine Frau zuständig weil ich die meiste Zeit unterwegs war.

00:41:45: Und das ist natürlich auch nicht einfach für einen selbst, sondern teilweise auch den Kontakt zu den Kindern etwas hinten anstellen muss.

00:41:53: Also es ist schon nicht eine einfache Geschichte und das heißt also dass alles nur funktionieren kann wenn die Frau hinter der Entscheidung steht, dass man diesen Job als Trainer im Spitzenbereich übernimmt.

00:42:09: Ja, vor allem ist es ja auch in die Unterstützung des Partners.

00:42:13: Es ist dann auch in dem Kontext zu sehen also zum einen im Zeitaufwand aber auch was der Erfolgsdruck und der Job mit einem persönlich macht.

00:42:22: Also ich habe nun eine eher bescheidene Trainerlaufbahn im semi öffentlichen Bereich hinter mir, aber auch ich weiß – also es konnte toll sein!

00:42:32: Ich war bestimmt für meine Partnerin ein guter Umgang wenn ich am Samstagabend ein Spiel hatte?

00:42:38: dass ich gewonnen habe und der Sonntag frei war.

00:42:40: Prima!

00:42:41: Aber weh, du hast diesen Spiel am Samstagabend verloren.

00:42:44: dann war mit mir am Sonntagnicht viel anzufangen und das reflektiert ja auch also das greift ja auch über dann auf die eigene Stimmung dann auch wieder auf vielleicht den einzigfreien Tag am Sonntag, das ist schwierig für ein Partner.

00:42:55: Das muss man ganz klar sehen dass mit dieser Tätigkeit auch unterschiedliche Lauden verbunden sind die sich wie du es schon richtig sagst auch nach Erfolg oder Misserfolg richten.

00:43:06: da ist es ganz klar.

00:43:07: und auch die Vorbereitung ich eben schon mal andeutete mit einer gewissen Nervosität die sich auch in der Familie zeigt.

00:43:15: Ja das breitet sicher aus ja klar gehört schon sehr viel Rücksichtnahme und Verzicht dazu.

00:43:22: Ich finde, das ist eben nur ein Punkt.

00:43:23: ich habe es ja auch in der eigenen Familie dann erlebt welche Ausmaße das annehmen kann bis hin zum Ortswechsel, zum Neuanfang weil ein Trainer entlassen wurde in dem Fall mein Vater und du dann irgendwo anders vielleicht neu anfangen musst.

00:43:40: Das sind alles natürlich Faktoren die deine Rolle spielen.

00:43:42: Was bedeutet im Hintergrund einen latenten Druck mit dem du lernen musst umzugehen?

00:43:47: Und nicht nur du!

00:43:48: Wobei ich jetzt Spaß gerade an Hochzwechsel habe, hab' ich Gott sei Dank nicht gehabt.

00:43:54: Selbst als du ein Wallout-Trainer warst bist du hier geblieben?

00:43:57: Ich

00:43:57: bin täglich gefahren und aus diesem Grunde mich zunächst mal bis ich Bundestrainer wurde, mich nicht voll auf die Trainertätigkeit beschränkt sondern habe bewusst noch eine andere berufliche Tätigkeit gehabt so dass bei mir keine Abhängigkeiten von der Handball-Trainertätigkeit vorhanden war.

00:44:15: Du hast so viel, solche und auch große Fußabdrücke hinterlassen in der Handballlandschaft.

00:44:20: Wenn du jetzt auf deine Karriere zurückblickst bei dir muss man ja diese Unterscheidung gar nicht machen.

00:44:27: Spieler und Trainer, auch wenn das hier ein Trainer-Podcast ist.

00:44:31: aber wenn du jetzt eine Karrierei zurückblickst würdest du sagen wollen dass du stolz bist oder was?

00:44:38: Was ist deine Empfindung?

00:44:39: wenn du darauf zurück blickst wie wirst du die beschreiben?

00:44:41: ist das eine innere Zufriedenheit eine Gelassenheit Stolz?

00:44:45: Was trifft dazu?

00:44:46: Zum einen sicherlich Gelassenheit.

00:44:48: Ich habe da einen großen Abstand gewonnen, ich träume nicht jeden Tag von meiner Trainer-Tätigkeit sondern hab ja bewusst die Laufbahn beendet und mich länger mit dem Kopf drauf vorbereitet.

00:45:02: also insofern schon eine gewisse Gelassenkeit natürlich auch auf der anderen Seite stolz über die Dinge die man erreicht hat wobei Natürlich auch schon mal daran denkt, dass noch mehr hätte dabei raus springen können.

00:45:16: Aber das ist ja, da denken wir immer, dass das noch andere Gelegenheiten da gewesen wären.

00:45:21: aber letzten Endes ist es schon gewisser stolz da gerade jetzt so heutzutage mit Fünfzehn Jahren Abstand zu meiner Trainertätigkeit merke ich immer noch, wie öffentliche Anerkennung da ist.

00:45:37: Dass ich also auf meine Trainertätigkeit, egal am welchem Ort in Deutschland nicht angesprochen werde, das erfüllt einen Schwurm im gewissen Stolz ohne dass sich das überbewerten will.

00:45:48: Also wie gesagt, Trainer-Tätigkeit ist nicht immer in meinem Kopf mehr drin.

00:45:52: Okay.

00:45:54: Ich würde jetzt mal sagen... Wenn du nicht stolz sein würdest und dürftest auf das, was hinter dir liegt dann fallen mir nicht so viele andere ein die das von sich behaupten dürften oder sollten.

00:46:11: Ich möchte dich jetzt nicht festlegen auf die Zahl drei.

00:46:14: also es können zwei es können auch fünf sein wenn du jetzt plakativ ein paar Tipps oder Anregungen weitergeben könntest an junge Trainer Trainerinnen und Trainer.

00:46:28: Ich will nicht sagen Parolen, weil das hat immer so einen Faden Beigeschmackparole.

00:46:32: aber welche Schlagwörter würden die da einfallen?

00:46:34: Drei Tipps für die nachfolgende Trainergenerationen?

00:46:37: Erst mal außerhalb des sprachzliegenden Tipps ist die Menschenführung wie man mit den Menschen umgeht jetzt ohne besondere Dinge in den Vordergrund zu stellen dass man versucht ein Vertrauensverhältnis aufzubauen zwischen Spieler und Trainer, das ist eine Grundvoraussetzung auch um überzeugend zu sein den Spielern gegenüber.

00:47:01: Ja dann im sportlichen Bereich.

00:47:03: sicherlich reicht es nicht gerade wenn man gewisse Ambitionen im Trainabereich hat sich Übungen fürs Training anzueignen.

00:47:11: die kann man mittlerweile überall nachlesen und sich dann Training zusammen bauen.

00:47:16: halt hier also gar nicht so wichtig.

00:47:18: Man sollte sich auf die Dinge beschränken, von denen man glaubt dass Spieler auch weiterbringen können.

00:47:23: Dass sie dazu führen, dass Spieler Fortschritte machen dann natürlich eine gewisse... Philosophie zu haben, wie man Handball spielen lässt.

00:47:35: Dass man einen klaren Weg zeigt, den die Mannschaft auch übernehmen kann und in der Mannschaft tatsächlich nach einer gewissen Zeit des Trainings auf dem Spielfeld zeigt.

00:47:45: Das zeigt für mich immer eine gewisse Qualität des Trainers wenn man da Mannschaft anseht.

00:47:50: Eine Handschrift!

00:47:51: Was wollen wir sein?

00:47:52: Ja

00:47:53: das ist natürlich ganz wichtig, dass die Mannchaft entsprechend körperlich vorbereiten muss Auf die unterschiedlichen Anforderungen, ob in Angriff oder Abwehr vorbereitet ist.

00:48:06: Ist ganz klar.

00:48:08: und dann muss man natürlich auch versuchen sich immer weiterzubilden gerade was neue wissenschaftliche Erkenntnisse Anbetrifft aber auch mal schauen, was machen andere?

00:48:18: Was kann man übernehmen?

00:48:19: und dann kommt natürlich einen Faktor hinzu der sehr schwer zu erlernen ist.

00:48:24: Das heißt das Spiel beobachten zu können und daraus Schlüsse zu ziehen.

00:48:27: Was kann ich anders machen in meinem Spiel?

00:48:29: und da ist eben eine Qualität die kaum erlernbar ist bzw.

00:48:35: da gehört auf jeden Fall wie alles andere bei der Trainer-Tätigkeit auch, gehört sehr viel Erfahrung dazu das ist ganz klar.

00:48:42: aber ob man dann tatsächlich das entsprechende können besitzt ein Spiel zu lesen?

00:48:48: Das ist dann die andere Frage.

00:48:50: aber wie gesagt es ist auch schwer zu erlernen.

00:48:52: Ja ja das hat schon auch was mit Gespür und Talent dazu.

00:48:55: Das kommt auch ein bisschen aus

00:48:57: dem Bauch und Erfahrung zusammen.

00:48:59: Lieber Heiner wir könnten Noch drei, vier Podcasts hinten dranhängen.

00:49:05: Weil natürlich man noch viel mehr abrufen könnte aus deiner ereignisreichen Laufbahn und auch in die Tiefe graben könnte.

00:49:15: aber ich möchte es an dieser Stelle erst mal dabei belassen.

00:49:18: vielleicht machen wir mal eine Fortsetzung wenn nicht mich hier heute nicht zu sehr daneben benommen habe.

00:49:26: Spaß beiseite ganz liebendank dass du das mit mir teilst und vor allem natürlich dann den Folge dessen auch mit unseren Zuhörerinnen und Zuhören da draußen.

00:49:37: Das war mir eine Freude und eine Ehre, dass du gerade in dieser frühen Phase dieses Formats dabei warst.

00:49:46: Ganz ganz lieben Dank!

00:49:48: Sehr gerne!

00:49:49: Und pass auf dich auf!

00:49:51: Ja

00:49:52: ich werde es versuchen ja!

00:49:54: Vielen Dank bis hierher an unsere Zuhörer da draußen, bis zum nächsten Mal.

00:49:59: Ich hoffe ihr hattet so viel Spaß wie zumindestens ich hier!

00:50:03: Tschüss!

00:50:04: So nach diesem Auftakt mit Heiner Brandt der für mich natürlich was Besonderes war dieser Auftakt weil ich vor ja rund zwanzig Jahren Heiner Brantz Biograph und Ghostwriter sein durfte wird es jetzt auch im zweiten Talk sehr persönlich.

00:50:20: in vierzehn Tagen am zwanzichsten Oktober treffe ich mich mit meinem Vater also ein Vatersohngespräch Und ich freue mich da sehr drauf und freue mich drüber, wenn ihr dann auch wieder dabei seid.

00:50:32: Es wird spannend!

00:50:33: Bis dahin, tschüss!

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